Mit einer etwas geschmälerteren Truppe trafen wir uns am Samstag, 7. März um 9 Uhr in Effretikon für den Hallenwettkampf 2026. Insgesamt starteten sechs Frauen des Damenturnvereins und sieben Männer des Turnvereins in den Wettkampf. Während der frisch gebackene OT Fabio alle zum Wettkampf anmeldete, genossen die restlichen bereits die milden Temperaturen des frühlinghaften Morgens. Nach einem gemeinsamen Einlaufen wurde es dann auch schon ernst.
Die Frauen des Damenturnvereins eröffneten den Wettkampf mit dem 30 Meter Lauf. Der Schnitt von 5.56 Sekunden war leider noch etwas zu langsam, um in der vorderen Hälfte mithalten zu können. Anschliessend kletterten die schnellsten Männer des Turnvereins wie Kokospflücker, Zitat Kaspar, die Stangen der Turnhalle hoch. Leider fiel die Beute etwas knapp aus, da sich der eine oder andere Fehler einschlich. So platzierten sich auch die Männer in ihrer ersten Disziplin eher in der hinteren Hälfte der Rangliste.
Im Hochsprung zeigte sich eine erfreuliche Gesamtleistung. Besonders hervorgetan hat sich Leonie, die an ihrem ersten Wettkampf bei den aktiven Turnerinnen starke 1.30 Meter übersprang. Weiter ging es mit dem 30 Meter Lauf der Männer. Dort zeigten sie eine solide Leistung. Liam glänzte als Bob-Anschieber besonders und sprintete in 4.21 Sekunden ins Ziel. Er war damit aber noch nicht ganz zufrieden. Der Durchschnitt der Gruppe von 4.66 Sekunden reichte dennoch für den dreizehnten Rang und damit zur ersten Auszeichnung des Tages für den Turnverein, worüber alle sehr erfreut waren.
Die ausgiebigen Pausen zwischen den Disziplinen wurden rege zur Verpflegung oder zum Spielen von Volleyball, Frisbee sowie Uno genutzt. Gegen Mittag legten dann auch die letzten “Gfrörlis” ihre lange Kleidung ab und genossen den warmen Frühlingstag in T-Shirt und kurzen Hosen.
Mit mehr oder weniger vollem Magen ging es dann zum Seilspringen, das bei Männern und Frauen fast gleichzeitig stattfand. So konnte man sich gegenseitig anfeuern, was an diesem Tag nicht selbstverständlich war. Aufgrund der Baustelle auf dem Schulgelände musste ein strenges Brandschutzkonzept eingehalten werden, was das Zuschauen teilweise erschwerte oder gar verhinderte. Die Resultate im Seilspringen waren dafür umso erfreulicher. Die Frauen erreichten mit einem starken Durchschnitt von 184 Sprüngen den siebten Rang und holten sich verdient eine Auszeichnung. Ilena verpasste mit 198 Sprüngen die 200er Marke nur hauchdünn. Bei Janis Denzler hatten sich die Kampfrichter mit 242 Sprüngen vermutlich verzählt, Zuschauende kamen auf 214 Sprünge, was aber dennoch eine sehr solide Leistung ist. Der Durchschnitt der Männer lag bei 170 Sprüngen, was zum sechsten Rang und ebenfalls zu einer Auszeichnung führte.
Anschliessend stand der Dreihupf an. In dieser Disziplin muss man aus dem Stand in drei beidbeinigen und flüssigen Sprüngen so weit wie möglich springen und am Ende sicher stehen bleiben. Dies wurde einigen zum Verhängnis, dennoch konnten alle zufriedenstellende Leistungen erzielen. Die Frauen erreichten mit einem Durchschnitt von 6.29 Metern den achtzehnten Rang und verpassten die Auszeichnung nur sehr knapp. Die Männer erzielten im Durchschnitt 8.13 Meter, was zum dreizehnten Rang und damit zur dritten Auszeichnung für den Turnverein führte. Besonders beeindruckend war Fabio, der mit 8.42 Metern seine letztjährige Bestleistung um rund einen halben Meter übertraf.
Als vorletzte Disziplin folgte das Kugelstossen. Die Frauen platzierten sich mit 6.73 Metern im Mittelfeld. Bei den Männern waren die Hoffnungen auf eine Auszeichnung eher gering, da die üblichen Paradekugelstösser nicht mit dabei waren. Umso überraschender war die Leistung von Liam Burri, der starke 11.59 Meter stiess. Seine Technik stammt zwar nicht aus dem Leichtathletiklehrbuch, funktioniert dennoch offensichtlich hervorragend.
Zum Abschluss des Tages stand traditionsgemäss die Pendelstaffette an. Die übliche tosende Stimmung musste man sich aufgrund der eingeschränkten Zuschauerzahl in diesem Jahr leider etwas vorstellen. Sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern führten unsaubere Übergaben dazu, dass keine herausragenden Zeiten erzielt werden konnten.
Der Wettkampftag war geschafft, und es folgte das gemeinsame Anstossen sowie das Gruppenfoto. Die Zeit bis zur Rangverkündigung wurde wieder mit Volleyballspiel überbrückt. Während die Sonne langsam verschwand und daran erinnerte, dass es doch noch März ist, packten alle wieder einige Schichten wärmerer Kleidung aus. Danach ging es gemeinsam nach Winterthur, wo wir den Tag zuerst in einer Bar und anschliessend im La Pergola zum Pizzaessen gemütlich ausklingen liessen.
Wir blicken zurück auf einen gelungenen ersten Wettkampf im Turnjahr 2026 und freuen uns auf alles, was noch kommt!
Text: Janis Denzler







