In der letzten Turnstunde vor den Sommerferien fand traditionsgemäss das Schlussturnen des Turnvereins statt – so auch in diesem Jahr. Am 11. Juli versammelten sich 16 Turner, inklusive Organisator Phippi, auf dem Sitzplatz bei Päsces Eltern, direkt am Lötergässli.
Gleich bei der Ankunft mussten alle Teilnehmer ihre Mobiltelefone und Uhren abgeben. Zudem hatten sie Gelegenheit, ihre mitgebrachten Badehosen anzuziehen. Danach wurde der Ablauf des Schlussturnens erklärt: Jeder Turner erhielt ein Laufblatt mit Fragen zu den Themen ETF, DTV, MR und anderen turnrelevanten Bereichen. Ebenfalls auf dem Blatt: ein Stadtplan mit sechs roten Kreuzen sowie einem Start- und Zielpunkt.
Die Aufgabe bestand darin, die Standorte der roten Kreuze – die sich bald als verschiedene Brunnen in Elgg herausstellten – aufzusuchen, die dort hinterlegten Fragen zu beantworten und danach zum Start/Ziel zurückzukehren. Zu Beginn musste jeder Turner dem Organisator mitteilen, wie viel Zeit er für den Parcours benötigen würde. Anschliessend starteten die Teilnehmer einzeln auf ihre Runde.
In den Brunnen befanden sich laminierte Blätter mit jeweils zwei Fragen, beschwert und am Boden befestigt. Ziel war es eigentlich, dass die Turner in die Brunnen steigen und zum Ablesen der Fragen hinuntertauchen würden. Doch schnell stellte sich heraus, dass man die Blätter auch unter dem Gewicht hervorziehen und bequem an der Wasseroberfläche lesen konnte. Zwei der Brunnen waren ohnehin trocken – den regenarmen Wochen sei Dank – und somit war kein Abtauchen nötig.
Die Fragen bezogen sich auf Informationen zu den turnenden Vereinen, die auf der Website von Turnen Elgg vertreten sind. So galt es etwa zu wissen, wie die Präsidentinnen des FTV und des DTV heissen, wie hoch der Mitgliederbeitrag bei der MR ist, wie schnell die Bestzeit über 100 Meter bei den Turnern ausfällt oder wie viele Tage vor der GV ein Antrag eingereicht werden muss. Zur Auflockerung waren zudem einige Fragen rund ums ETF sowie aus dem Bereich “unnützes Wissen” eingebaut.
Nach dem Beantworten aller zwölf Fragen – je zwei pro Brunnen – war die Herausforderung, die zu Beginn geschätzte Zeit möglichst genau einzuhalten. Doch auch hier bewiesen die Turner ihre Bauernschläue: Die Uhrzeit konnte bequem an der nahegelegenen Kirchenuhr abgelesen werden, die vom Organisator nicht abgedeckt worden war. So kam es, dass fast alle Turner sowohl ihre Zeiten punktgenau einhielten als auch sämtliche Fragen beantworten konnten.
Im Ziel warteten zur Stärkung kühle Getränke sowie ein oder zwei Hotdogs auf jeden. Beim Auszählen der Punkte zeigte sich, dass noch nicht alle Turner mit den befreundeten Vereinen bestens vertraut sind. Überraschend gut schnitten jedoch die Fragen zum FTV und zur MR ab – möglicherweise auch deshalb, weil sich einige Mitglieder dieser Vereine just an diesem Abend in den Gartenwirtschaften des Dorfes aufhielten und bereitwillig Auskunft gaben.
Auffällig war auch, dass lediglich ein versierter Turner die richtige Antragsfrist von 30 Tagen wusste – selbst die anwesenden Vorstandsmitglieder mussten hier passen.

Die Gesamtpunktzahl – bestehend aus den korrekt beantworteten Fragen und der Genauigkeit der Zeitangabe – ergab schliesslich die Rangliste. Zwei Turner hatten dabei exakt gleich viele Punkte erzielt, sodass ein Stechen nötig wurde. Dieses wurde in Form einer Partie «Jenga» ausgetragen, bei der sich Fabio durchsetzen konnte. Ihm wurde der Wanderpokal überreicht, auf dem alle bisherigen Sieger des Schlussturnens verewigt sind.
Den Abschluss bildete ein gemütliches Beisammensein im lauschigen Gässlein, bevor sich auch die letzten Turner spätabends auf den Heimweg machten.
Bild und Text: Phippi Reber


