Aktive Männerriege

Männerriege inside: Jaki Eppelsheimer im Verhör

Teil 4: Jede Woche wird ein Vorstandsmitglied oder ein Turnleiter durch den Männerriege-Präsidenten interviewt

Wie alt bist du und wie sehen die Familienverhältnisse aus?
Am 11. Dezember war ich 74 ½ Jahre alt, Zivilstand ledig.

Wo bist du aufgewachsen?
Ich bin 1946 an der Obergasse in Elgg geboren. Von 1950 bis 2019 wohnte ich am Gartenweg und heute an der Schützenhausstrasse.

Du bist seit einigen Jahren pensioniert. Was hast du beruflich gemacht?
Ich wurde Ende Juni 2010 pensioniert. Ich habe das Handwerk eines Kachelformers bei der damaligen Ofenfabrik Mantel AG in Elgg erlernt. Den Beruf übte ich 50 Jahre lang aus, davon 30 Jahre als Vorarbeiter. Ich habe Kacheln für normale aber auch für Stil-Öfen geformt und zwar Stück um Stück, wie man sie noch in alten Schlössern findet.

Seit wann bist du in der Männerriege?
Seit 1970, animiert durch Hans Lutz senior.

Was gefällt dir am Turnen?
Die Kameradschaft, die Bewegung, das Spielen und nachher das Zusammensein. Ich habe auch 10 Jahre Faustball gespielt, bevor mich die Feuerwehr stark beanspruchte. Ich besuchte Kurs um Kurs und erreichte den Grad eines Hauptmannes bei der Feuerwehr Elgg. Ich war damals in der Pikettorganisation.

Das Element Wasser ist eine grosse Leidenschaft von dir. Seit Jahrzehnten bist du im Schwimmbad Elgg anzutreffen und jeder kennt dich. Immer wieder hörte man: „Schau, dä Jaki uf em Sprungbrätt, er hät grad en Auerbacher oder Doppelsalto gmacht‘ usw. Welcher Reiz hatte das Kunstspringen für dich?
Ja das ist bis heute so. Es brauchte manchmal Mut einen neuen Sprung zu lernen. Peter Fricker ist da mitschuldig. Er lernte mich wie der Anlauf beim Abspringen vom Brett für den Auerbach sein muss. Den Doppelsalto brachte ich mir selber bei. Die Kinder freuten sich immer wenn ich einen Doppelsalto und so einen richtigen Spritzer machte.

Hast du diesen Sport professionell ausgeübt oder hast du dir die Sprünge ohne fremde Hilfe angeeignet?
Nein, ich habe Kunstspringen nicht professionell gemacht. Es war ein Hobby und ich hatte viel Freude daran. Der Auslöser zum Kunstspringen fand seinen Anfang in der Jugi. Ich machte damals schon einen Salto vom Boden aus ins Wasser. Das war der Beginn zum Kunstspringen. Auf Wunsch der damaligen Bademeisterin Frau Dürrmüller, absolvierte ich mit 22 Jahren den Rettungsschwimmkurs, welchen ich mit Brevet 1 abschloss. Ich war danach im Auftrag der Gemeinde Elgg 43 Jahre lang Aufsichtsperson im Schwimmbad. Nach dem Neubau des Wasserbeckens wurde ich Stellvertreter des Bademeisters. Während dieser langen Zeit ereigneten sich 6 Badeunfälle.

Wie viele Kilometer bist du jeweils pro Tag geschwommen?
Mit 60 Jahren konnte ich noch 5 Kilometer am Abend schwimmen.

Kannst du den Lesern sagen, wie viele Kilometer du in deinem Leben bis heute geschwommen bist?
Von 1963 bis heute bin ich insgesamt 12‘967 Kilometer geschwommen.

Seit wann leitest du das Schwimmen in der Männerriege?
Von 1969 bis 1971 war Fritz Tellenbach der Schwimmleiter. Seit 1972 leite ich das Schwimmen in der Männerriege Elgg.

Welche Hobbys hast du?
Ich war gerne im Wald am Holzen und pflegte Garten und Haus. Heute kann ich dies leider nicht mehr machen.

Wo verbringst du gerne deine Freizeit?
Beim Wandern im Alpstein, den Churfirsten aber auch in den Glarner- oder Bündneralpen. Heute bin ich viel mit meinem E-Bike unterwegs. Ich bin im ‚Covid‘-Jahr 12000 Kilometer gefahren.

Du bist ein weltgewandter Reisender. Du hast mit dem Schiff schon das Nordpolarmeer und zwei Mal das Südpolarmeer bereist. Welche Reise war schöner und weshalb?
Beide Orte sind mystisch, aber in der Antarktis hat es natürlich Millionen von Pinguinen. In Südgeorgien gibt es Plätze mit über einer Million Königs-Pinguinen. Des Weiteren hat es auch Seebären und Robben.

Wohin würdest zu gerne noch (-mals) reisen?
Nach La Palma auf den kanarischen Inseln. Es ist eine wunderschöne Wander-Insel.

Was wünschst du dir für die Zukunft?
Ich wünsche mir und vermutlich auch die meisten Leser, dass diese Covid-19 Pandemie bald besiegt werden kann!

Was macht dich glücklich?
Kinder, die vergnügt mit allem möglichen spielen.

Was möchtest du den Lesern noch gerne mitteilen?
Bliebed eifach gsund.

Ich danke dir für das Interview.

Text & Bild: Erwin Lutz