Aktive Männerriege

Männerriege inside: Hermann Aebi im Verhör

Teil 5: Jede Woche wird ein Vorstandsmitglied oder ein Turnleiter durch den Präsidenten interviewt. Heute: Kassier Hermann Aebi

Wie alt bist du und wie sehen die Familienverhältnisse aus?
Ich bin 69 Jahre alt, verheiratet mit Uschi und habe 2 Kinder, Andrea Jg. 80 und Remo Jg. 82, sowie 4 Enkelkinder, 8, 7, 5 und 2 jährig.

Du bist bereits pensioniert. Was hast du früher beruflich gemacht?
Ich habe den Beruf des Schreiners bei der Firma Braun in Oberwinterthur erlernt. Anschliessend arbeitete ich je zwei Jahre in Seuzach und Aadorf und danach 20 Jahre bei der Firma Ziltener in Winterthur. 1996 habe ich die Stelle als Hauswart bei der Primarschule in Elgg erhalten und habe mich nebenamtlich als Eidg. Dipl. Hauswart ausbilden lassen. Die Hauswartstelle übte ich bis zu meiner Pensionierung im 2016 aus.

Du bist in Elgg aufgewachsen. Was gefällt dir besonders am Landstädtchen Elgg?
Mir gefällt besonders, dass sich die Einwohner untereinander kennen; das vielfältige Vereinsleben; die vielen guten Kollegen und Kolleginnen und natürlich das schöne Städtchen.

Wann hast du mit dem Turnen angefangen?
Ich bin, glaube ich, mit 9 Jahren der Jugendriege beigetreten. Bereits 1967 konnte ich als aktiver Turner am Eidg. Turnfest in Bern teilnehmen. Die Aufnahme als Aktivmitglied erfolgte jedoch erst anlässlich der GV 1968. Im 1978 wurde ich zum Freimitglied ernannt. Von 1969-1984 war ich im Vorstand des Turnvereins Elgg, davon 10 Jahre als Präsident. Als Krönung wurde ich 1986 zum Ehrenmitglied ernannt. Nach dem Eidg. Turnfest 1996 – wiederum in Bern – hörte ich mit dem Turnen in der Aktivsektion auf und trat 1998 der Männerriege Elgg bei. Seit 2000 bin ich deren Kassier. 

Dazwischen kamen verschiedene andere Aktivitäten. Ich war 4 Jahre Mitglied der kantonalen Gymnastikgruppe und nahm als Höhepunkt 1987 an der Gymnaestrada in Herning/Dänemark teil. Von 1987- 2007 war ich brevetierter Kampfrichter bei den Leichtathleten.

Zudem war ich 40 Jahre im Gremium der Vereinsmitteilungen und half bei der Gestaltung, Montage und Adressierung mit.

Du hast bereits in sehr jungen Jahren den TV Elgg präsidiert. Hattest du damals keine Berührungsängste, zumal die ‚alten Turnern‘ nicht gerade zimperlich mit jungen Turnern umgegangen sind?
Es war eine schwierige Zeit damals. Ich konnte mich nicht immer durchsetzen, weil ich nicht so redegewandt bin. Ich arbeite lieber im Hintergrund.

An welche lustige oder eindrücklichste Episode während deiner Zeit im Turnverein Elgg kannst du dich noch erinnern?
Es gibt 2 Episoden. Als junger Turner zog ich mit einem ‚älteren‘ Kameraden am Eidg. Turnfest 1967 in Bern im Stadtzentrum herum. Irgendwann, mitten in der Nacht, war ich plötzlich allein. Irgendwie schaffte ich es dann doch unsere Unterkunft zu finden. Ich war damals mit 16 Jahren noch ein richtiges ‚Greenhorn‘.

Und am Turnfest 1982 in Hallau fuhr ich mit meinem Kollegen mit einem „geliehenen“ Velo mitten in der Nacht einem Bach entlang zu unserer Unterkunft nach Oberhallau. Plötzlich zog es uns in Richtung Bach und wir landeten im Wasser. Am anderen Morgen telefonierte ich nach Hause. Da Uschi den Anruf nicht entgegen nahm, telefonierte ich mit meiner Schwiegermutter. Ich musste mir eine Standpauke anhören, u.a. was für ein schlechter Vater ich sei etc.. In dieser nassfröhlichen Nacht kam mein Sohn Remo zur Welt. Martha Merz war als ‚Ersatzvater‘ bei der Geburt dabei.

Verräts du mir, wer diese beiden Personen waren?
In Bern war es Ernst Weilemann junior und in Hallau war es der damalige Oberturner Albert Merz (Töpfer).

Du bist schon seit 20 Jahren Säckelmeister in der Männerriege. Was reizt dich immer noch an dieser Aufgabe?
Es ist eine schöne Aufgabe und ich arbeite gerne mit Zahlen. Seit der Pension habe ich sowieso Zeit dazu.

Bist du noch in anderen Vereinen aktiv tätig?
In der Schützengesellschaft Elgg und bei der Seniorenvereinigung Elgg. An beiden Orten bin ich auch Kassier.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?
Jassen, wandern und ich setze gerne Lego Modelle zusammen.

Wie findest du die neue Homepage der Elgger Turnerfamilie?
Ich finde Sie gut. Aber ich vermisse die gedruckte Version der Vereinsmitteilungen, dies weil man dort etwas in der Hand hatte.

Hast du zur neuen Homepage noch Inputs anzubringen?
Nein.

Welches ist in Elgg deine Lieblingsbeiz? Weshalb?
Das Obertor. Weil ich dort am meisten Kollegen treffe. Aber ich berücksichtige auch andere Restaurants.

Wo verbringst du gerne deine Ferien?
In der Schweiz.

Warst du schon mal im Ausland und wo hat es dir am besten gefallen?
Rumänien, Dänemark und das angrenzende Ausland. Am besten hat es mir in Herning an der Gymnaestrada gefallen, weil dies für mich ein eimaliges Erlebnis war.

Wir stehen bereits anfangs 2021. Was wünscht du dir für die Zukunft?
Gute Gesundheit und bessere Zeiten als das Jahr 2020.

Was macht dich glücklich?
Meine Familie.

Was möchtest du den Lesern noch gerne mitteilen?
Bleibt alle gesund.

Ich danke dir für das Interview.

Text & Foto: Erwin Lutz